Weltweit sterben immer noch Tag für Tag rund 24.000 Menschen, vor allem Kinder und Frauen, als Folge von Mangel- oder Unterernährung. 

Das sich in der Gründung befindende Institut für angewandte Ökotheologie gGmbH (i.Gr.) - Center for Applied EcoTheology (CAETh) ist deshalb ein Vorhaben, dass sich in Forschung und Anwendung der Bewahrung der Schöpfung, der Gerechtigkeit und dem Frieden lokal und global verpflichtet sieht. Es soll transdisziplinär und dialogorientiert arbeiten, an der Schnittstelle von Religion und Agrarökologie, im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.

Aufgaben & Zielsetzung

  • Transformation zu einer ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit als Innovation, in der Versöhnung als sozial-ökologische Komponente wahrgenommen wird.
  • Beantwortung der daraus resultierenden Forschungsfrage: Welche Funktionen haben die evangelischen Kirchen in diesem Diffusionsprozess?
  • Wissenstransfer sowohl durch Lehrvorträge als auch Praxisseminare
  • Aufbau und Anleitung von Wissensallianzen, strategischen Partnerschaften, Chance-Agent- und Promotorennetzwerkprozessen
  • Christlich-ökologisches Modellprojekt als kirchlicher Ort, der systemisch-integrativ wirkt gegen Degradation von Mensch und Landschaft 

Ziel ist es einen Ort zu schaffen, der zweierlei dient: der Versöhnung des Menschen mit Gott und der Natur. Erreicht wird dies durch Bildung und Begegnung. Zusammen mit Kirchen, Kindern und Jugendlichen fragen wir nach Perspektiven sinnerfüllten Menschseins in Gemeinschaft mit Gott und in Liebe zu den Mitmenschen. Wege des Friedens, des Miteinanders und der Versöhnung zu zeigen und zu leben ist unser Auftrag und Sinn.

"Ein wichtiges Element kirchlicher Bildungsarbeit ist es, Wege aus der Krise aufzuzeigen. Daher sollte anhand von positiven Beispielen aufgezeigt werden, [...] wie agrarökologische Landwirtschaft die Ernährung sichern kann." (aus "Unser tägliches Brot gib uns heute", Neue Weichenstellungen für Agrarentwicklung und Welternährung, EKD-Studie von 2015, S. 157).

Der Garten dient als Demonstrations- und Lehrgarten zum einen der Teilversorgung des Hauses, der Erholung, als ökologische Fläche und zum anderen verfolgt der Garten pädagogische Anliegen als Biotop mit Mensch. Die Methodensammlung der sog. Permakultur (von engl. permanent [agri]culture) dient dabei der Steigerung der Resilienz von ökologischen und sozialen Systemen. Dabei ist es Ausdruck der Permakultur, dass ein Element mehrere Funktionen übernimmt und eine Funktion von mehreren Elementen übernommen werden kann, was dem Gesamtsystem eine große Stabilität verleiht. 


 

Die ökumenische und europäische Dimension der Bildungs- und Begegnungsstätte soll durch den Europäischen Freiwilligendienst, Jugendbegegnungen und strategische Partnerschaften im Rahmen des EU-Programms "Jugend für Europa“ erfolgen.
Inhaltliche Nähe besteht zur Gemeinschaft von Taizé/Frankreich und zur Sekem-Gemeinschaft/Ägypten. Insofern ist die Versöhnung und der Dialog von Christentum und Islam ein Bildungsanliegen des zu gründenden Institutes.

Den systemisch-integrative Ansatz innerhalb der Permakultur gilt es sichtbar und erfahrbar zu machen. Neben einer zukunftsfähigen Bodennutzung geht es darum das Christentum, wie es sich durch Kirche und Theologie darstellt, in Beziehung zu setzen zu einer verantwortungsbewussten Sorge für die Erde. Dieses als Konkretion von Nächstenliebe verstandenes Wirken und erwächst aus dem täglichen Gebet und der Kontemplation. Hieraus entstehen wiederum positive Wachstums- und Synergieeffekte für einen nachhaltigen Gemeindeaufbau und ein verantwortlich und authentisch gelebtes Christentum (vgl. hierzu die Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus). 

 

Kontakt 

Institut für angewandte Ökotheologie gGmbH (i.Gr.) -
Center for Applied EcoTheology (CAETh)

Herrn Dipl.-Theol. Andreas Feilhaber

Hans-Marchwitza-Str. 14 - D-04279 Leipzig 

Web: www.caeth.org  Mail: ecotheol@gmail.com